Aufsätze, Essays und Kommentare, die im Wahlpflichtfach “Nachhaltigkeit” entstehen, werden hier zugänglich gemacht. Nähere Informationen und alle Beiträge sind auf der Seite https://wien.abendgymnasium.at/nachhaltigkeit/ zusammengestellt.

 


 

Was das sechste Massenaussterben für uns bedeutet

Wird die Tragweite der folgenden Fakten erst einmal erkannt, möchte man es erstmal nicht glauben. Doch leider ist es wahr, nach etwa 66 Millionen Jahren ereignet sich auf dem Planeten Erde im Moment das sechste Massenaussterben. Was das heißt? Bis zu einer Million Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht, täglich sterben schätzungsweise 130-150 Arten aus. Seit 1970 sind die Wildtierbestände um 69% geschrumpft und all dies passiert im Vergleich zu den fünf Massenaussterben der Vergangenheit in extrem kurzen Zeiträumen. 

Die Arten, die es am härtesten trifft, sind unter den Insekten zu finden. Wenn es so weitergeht, mit einem durchschnittlichen Verlust von mindestens 2.5% der Insektenarten pro Jahr, könnte es in 100 Jahren keine mehr von ihnen geben. Erschreckend aber wahr.

Schuld daran sind Pestizide, Lichtverschmutzung, Überdüngung, Anbau von Monokulturen sowie, wer hätte es gedacht, der Klimawandel.

Wer in den letzen Jahren die Nachrichten verfolgte, hat sicher schon etwas von der Abholzung des Regenwaldes gehört, der Zerstörung des Lebensraumes in welchem etwa ein Zehntel aller Tiere und Pflanzen, die auf der Erde zu finden sind, leben. Über zwei Drittel der Gesamtfläche sind mittlerweile zerstört, was für viele Tiere den Tod bedeutet und das Überleben von Arten bedroht. 

Die Folgen dieses Artensterbens für die menschliche Spezies sind verheerend. Da etwa 85% der Pflanzen von Bestäubung abhängig sind, wäre bei einem Aussterben der Bestäuber eine Handbestäubung durch Menschen notwendig, was nahezu unmöglich ist. 

Plötzlich wird einem die Relevanz der sonst oft als nervtötend empfundenen Lebewesen so richtig bewusst. Eine massive Landverarmung würde eintreten und weitere Arten, wie etwa viele Vögel, würden aussterben. Hungersnöte und Millionen Tote wären die Folge.

Da die Torfmoorwälder CO2 speichern, ist die Abholzung des Regenwaldes extrem problematisch. Extremwetterereignisse, Dürren, Überflutungen, globale Temperatur- und Wetterveränderungen sind die Konsequenzen, wenn die Menschheit nicht handelt. Wird das Korallensterben in den Ozeanen nicht gestoppt, kommt es zu weiteren Artensterben, aber auch zu einem Wegfall des Schutzes vor Erosionen und vor dem Steigen des Meeresspiegels.

Doch was tun gegen das Artensterben? Es gibt viele Wege, sich zu engagieren, die nicht schwer oder aufwendig sind. Neben der Reduzierung oder gar dem Stopp von Fleischkonsum können wir Unternehmen, die Pestizide benützen, boykottieren und stattdessen Bio-Produkte kaufen. Co2 können wir einsparen, indem wir regional und saisonal einkaufen und beim Einkauf Plastik vermeiden. Außerdem können wir Petitionen unterschreiben und Naturschutzorganisationen unterstützen. Allerdings liegt die Verantwortung keineswegs nur bei den Konsument*innen. All diese Vorschläge machen leider wenig Sinn, wenn auf Seiten der Politik nicht endlich ein Lieferkettengesetz durchgesetzt wird. 

 

 

 

 

Quellen: https://www.wwf.at/das-schuetzen-wir/bedrohte-arten/artenschutz-weltweit/

https://www.wwf.de/themen-projekte/artensterben/insektensterben

https://www.greenpeace.de/biodiversitaet/artenkrise/artensterben#:~:text=Das%20Ausmaß%20des%20Artensterbens%20ist,acht%20Millionen%20bisher%20bekannten%20Arten.

https://www.abenteuer-regenwald.de/wissen/folgen

 








 ✑ Beitrag von …
  • Daniel Pani

    Studierender am Abendgymnasium im Wahlpflichtfach "Nachhaltigkeit".