„Wir wollten schon auf sie feuern, als wir sahen, dass sie unbewaffnet waren, also ging einer von unseren Männern zu ihnen hin und binnen zwei Minuten wuselten zwischen den Gräben Soldaten und Offiziere beider Seiten schüttelten sich die Hände und wünschten sich fröhliche Weihnachten“ (Captain Alfred Dougan Chater).

Entgegen der Befehle ihrer Vorgesetzten stellten Briten und Deutsche ab 24. Dezember 1914 die Kampfhandlungen an der Westfront vorübergehend ein. Es kam zu Verbrüderungen zwischen offiziell verfeindeten Soldaten. Nach dem Weihnachtsfrieden ging das Töten weiter.

Die British Broadcasting Corporation hat zu diesem historischen Thema auch eine kurze Sendung produziert, die hier abrufbar ist.

Krieg und Frieden hat uns dieses Semester sowohl im Englisch- als auch im Geschichteunterricht beschäftigt. Welche „Regeln“ sollen im Kriegsfall gelten? Wer sagt, was im Krieg „erlaubt“ ist? Am 12. Jänner werden wir uns im Legal Literacy Workshop“Strafrecht“ (im Rahmen des Faches „Sprache und Recht“) auch mit dem Militärstrafgesetz beschäftigen. Wie wäre das Verhalten der Soldaten heute rechtlich zu beurteilen? Weitere Informationen zum Workshop finden Sie hier.

Literatur

Münkler, Herfried. 2013. Der Große Krieg: Die Welt 1914 bis 1918. Berlin: Rowohlt Verlag.

Bildnachweis: The Illustrated London News –  9 January 1915.