Brennen für den Glauben

Am Mittwoch, 26.April machten sich die Teilnehmenden des Evangelischen und Katholischen Religionsunterrichtes auf den Weg ins Wien Museum, um im Reformationsgedenkjahr 2017 die Evangelische Stadtgeschichte Wiens kennenzulernen.


Eingerahmt von den Entdeckungen der Renaissance und des Humanismus geht es hinein in die Frage der Religion und deren Reformen im 16 Jahrhundert. Drei Originaldokumente machen die Ausstellung besonders sehenswert:Ein erhaltener Thesendruck aus 1517, die Schrift „Confessio Augustana“ von 1530 (Autor: Philipp Melanchthon) und das Schriftstück des Augsburger Religionsfriedens von 1555.

Die lutherische Lehre verbreitet sich Dank des Buchdruckes der Familie Singriener in Wien sehr schnell. Die Bevölkerung ist mehrheitlich evangelisch gesinnt. Es kommt zu etlichen Hinrichtungen (Caspar Tauber, Balthasar Hubmaier) und einer Verfolgung des Evangelischen Lebens. Evangelische müssen sich erfinderisch zeigen: Gottesdienste finden entweder vor der Stadtmauer in evangelischen Adelsschlössern oder „exterritorial“ in holländischen und skandinavischen Gesandtschaften statt.

Erst mit Josef II. erfolgt die Duldung, aber noch lange nicht die Gleichberechtigung: Bethäuser Ja – Kirchen Nein. Diese erfolgt erst mit dem sog. „Protestantengesetz“ 1961.


Somit haben alle Teilnehmenden einen interessanten Einblick in diesen Teil der Wiener Stadtgeschichte erhalten. Herzlichen Dank an alle, die mitgekommen sind.

M. Stroh