Sprache und Recht

“[j]ust as everything King Midas touched turned into gold, everything to which the law refers becomes law, i.e. something legally e x i s t i n g”.

Hans Kelsen

Im Wahlfach „Sprache und Recht“ werden wir uns kritisch mit Sprache und Recht aus rechtslinguistischer und rechtsdogmatischer Perspektive auseinandersetzen.

Welche Beziehung besteht zwischen Sprache und Recht? Warum ist die Herrschaft des Rechts zugleich auch eine Herrschaft der Sprache. Kann es Recht ohne Sprache geben? Was versteht man unter dem gordischen Knoten zwischen Rechtssprache und institutioneller Macht? Diesen und vielen anderen Fragen wollen wir gemeinsam in unserem Wahlpflichtfach nachspüren.

Unsere Studierenden beschäftigen sich vorangig mit rechtswissenschaftlichen bzw. rechtslinguistischen Themen und erwerben bzw. erarbeiten u.a. folgende Kompetenzen und Themenbereiche:

Sachkompetenz:

Recht als gesellschaftliches Konstrukt

Grundlagen der Rechtstheorie

Grundlagen des Öffentlichen Rechts

Grundlagen des Privatrechts

Grundlagen der Rechtsphilosophie

Grundlagen des Europarechts

Sprache und Auslegungsmethoden

 

Methodenkompetenz:
Analyse und Auslegung von Rechtssprache in ausgewählter rechtswissenschaftlicher u. rechtslinguistischer Literatur

Analyse und Auslegung von historischen und zeitgenössischen Rechtstexten

Analyse und Auslegung von Gesetzesvorschlägen

Analyse von Hauptverhandlungen am Landesgericht für Strafsachen

Analyse und Interpretation von sprachlichen Problemstellungen anhand zeitgenössischer Fälle

Analyse und Interpretation von rechtslinguistischen Texten.

Modulleitung: Mag. Daniel Leisser und Mag. Aylin ÖZÇELIK