Am 28. Jänner trafen wir einander im Votivkino, um den Film in englischer Originalsprache mit deutschen Untertiteln anzusehen. Von den ursprünglich 29 angemeldeten Studierenden kamen dann 16, (was vielleicht auch auf das Schneechaos am Montag zurückzuführen war..)

Der Film, der auf einer wahren Geschichte basiert, behandelt das Thema Drogensucht eines in einer vermeintlich glücklichen Patchwork-Familie aufgewachsenen Jungen und den verzweifelten Kampf der Eltern, gegen die Sucht anzukämpfen und ihrem Sohn zu helfen. Einzelne „Erfolge“ währen immer nur kurze Zeit, es sieht aus, als ob alles gut werden würde: Immer wieder scheint der Sohn „clean“ zu sein und seine Drogensucht überwunden zu haben- dann kommt wieder ein dramatischer Rückfall und die große Enttäuschung darüber, ebenso wie das Gefühl der Eltern, „versagt“ zu haben. . So wirkt ihr Kind nach einiger Zeit wieder zielstrebig und schafft seinen Studienabschluss, danach möchte er diesen mit einer Freundin „feiern“ -und fällt wieder in die alten Gewohnheiten zurück. Der Film erzählt realistisch und bewegend, was es für eine Familie bedeutet, sich der unberechenbaren Sucht ihres Sohnes entgegenzustellen. So wenig sich der Film der rauen Wirklichkeit des Kampfes gegen die Drogensucht verschließt, so sehr überrascht er mit seinem Blick auf das Leben, die Liebe und die Hoffnung.

Die Ruhe im Saal und die anschließenden Diskussion mit unseren Studierenden ließ nur einen Rückschluss zu: Der Film ist gut, er hat uns alle sehr berührt-, und es lohnt sich, ihn anzusehen!