Um besser nachvollziehen zu können, wie es wäre, ein Leben ohne Augenlicht zu führen, haben Prof. Ayari, Prof. Holzer und Prof. Özcelik am Mittwoch, dem 30.01.2019, ein besonderes Projekt angeboten: eine Ausstellung, bei der es im wahrsten Sinne des Wortes NICHTS zu sehen gibt!
Nachdem alle Studierenden angekommen waren, wurde unsere Gruppe in drei kleinere Gruppen aufgeteilt und für jede von diesen war ein Guide zuständig, der selbst entweder ein sehr eingeschränktes Sehvermögen hat oder blind ist.
Anschließend begann die Führung durch völlig abgedunkelte, stockfinstere Gänge und Räume, in denen wir einfachste Alltagssituationen bewältigen mussten – von einer kleinen Wanderung durch den Wald bis hin zu einer kurzen Bootsfahrt!
Dass die meisten Studierenden sowie Lehrpersonen mit dieser Aufgabe überfordert waren, war gewissermaßen vorprogrammiert. Nur mit einem Blindenstock ausgestattet wurden wir von unseren kompetenten Führern, die uns mit Hilfestellungen beiseite standen, durch die Welt geführt, auf die Art und Weise, wie sie diese erleben . Es war überwältigend, miterleben zu dürfen, wie es wäre, blind zu sein und folglich zu bemerken, in welch großem Ausmaß die anderen Sinne beansprucht bzw. benötigt werden.
Zum Abschluss unserer Führung kamen wir zu einer Bar, in der wir die Möglichkeit hatten, unseren Guides Fragen zu ihrem Leben zu stellen. Unsere Studierenden waren sehr interessiert an deren Erfahrungen in der Schule und in der Öffentlichkeit und brachten ihnen für deren Art, das Leben zu bewältigen, großen Respekt entgegen.

Vielen Dank und bis zum nächsten Mal!