Der Nahostkonflikt zwischen Israelis und Palästinensern bleibt auch nach so langer Zeit noch aktuell, seine Bedeutung in der Weltgeschichte ändert sich jedoch laufend.

Der bodenlose Hass wird von jenen geschürt, die den Konflikt für ihr eigenes Überleben benötigen, und der manchmal schon greifbar nahe Frieden ist längst wieder weit entfernt. Schuld sind immer die anderen, und selbst begangene Verbrechen werden mit der Vergeltung für die Verbrechen des Feindes argumentiert.

Das Wahlpflichtfach möchte den Nahostkonflikt von Beginn an aufarbeiten. Ziel soll sein, ein umfassendes Verständnis für die Argumente beider Seiten zu erlangen, um in Streitgesprächen über den Nahostkonflikt über bloße Schuldzuweisungen hinausgehen zu können.

Wir beginnen noch im 19. Jahrhundert und werden sehr genau erfahren, wie es zu einem jüdischen Staat kam. Der Wandel von einem nationalistischen Konflikt hin zu einem religiösen Konflikt wird ein zentraler Gegenstand sein. Politisch/religiöse Strömungen beider Seiten müssen analysiert werden, um zu verstehen, wie oft es den wenigen Radikalen gelingt, sich gegenüber einer friedliebenden Mehrheit durchzusetzen.

Nach zwei Semestern sollen die Studierenden in der Lage sein, mit ihrem Verständnis für den Konflikt Lösungsvorschläge zu erarbeiten, die mit Sicherheit schmerzvolle Kompromisse für beide Seiten enthalten werden.

Modulleiter:  Mag. Seidl, Mag. Vrabl


Foto: Bundesheer/Gunter Pusch