Durch die Presse erfahren, dass die Stelle des Scharfrichters im Freistaat Preußen frei ist. Möchte mich um den Posten bewerben, aus zwei Gründen: 1. Aus Hass gegen das Untermenschentum. 2. Aus wirtschaftlichen Nöten! Dass ich badischer Staatsangehöriger bin sollte nichts ausmachen. Denn wir sind auch Deutsche!
Hochachtungsvoll: Adolf E.
Lahr” (Auszug aus Hillenbrand 2013).

Auf Einladung des Herrn Präsidenten Mag. Forsthuber, organisiere ich für die Studierenden des Abendgymnasiums eine Exkursion zum Weiheraum des Landesgerichts für Strafsachen.

Wann: 4. Juni 2019, 14:40

Wo: Wickenburggasse 22,1 A-1080 Wien

Warum: 

Von Dnalor 01 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 at, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39855740

 

Was für Strafen kann das Gericht [heute] verhängen?
In Österreich gibt es Geld- und Freiheitsstrafen, die Todesstrafe wurde im österreichischen Strafrecht 1950 aus den Gesetzbüchern gestrichen, am 24.3.1950
wurde der letzte Zivilist im grauen Haus hingerichtet. Die längste Strafe ist lebenslange Haft, ansonsten beträgt die Strafdrohung bis maximal 20 Jahre. In Österreich gibt bei Verurteilung wegen mehrerer Straftaten die am strengsten bestrafte Tat den Ausschlag und ist maßgeblich für die Strafe, die einzelnen Strafen werden (anders als in den USA) nicht addiert (Informationsblatt LG f. Strafsachen, Stand: Jänner 2018).

 

Aufgrund der begrenzten TeilnehmerInnenzahl wird um Anmeldung gebeten: daniel.leisser@abendgymnasium.at

 

Literaturempfehlung

Hillenbrand, Berufswunsch Henker: Warum Männer im Nationalsozialismus Scharfrichter werden wollten (2013).

 

Bildnachweis: Titelbild von Dnalor 01 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 at, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39855696