Liebe Studierende,

wir würden uns freuen, wenn Sie Interesse an unserem Wahlpflichtfach im WS 2021 haben! Wir möchten gerne mit Ihnen viel diskutieren und bitten Sie um eine Anmeldung unter almut.krenn@abendgymnasium.at und ab 18.05.2021 bei Ihrem Studienkoordinator!

Wir freuen uns auf Sie!

In Zeiten einer Pandemie fällt es schwer, das kritische Denken als einen Maßstab zu sehen, der die „lebendige Menschlichkeit“ und das gesellschaftliche Miteinander im Blick hat. Wir wollen nicht auf das Denken verzichten, sondern mit Ihnen gemeinsam eintauchen in die Welt der Philosophie am Beispiel des Existentialismus. Anhand von Grundlagentexten laden wir ein zum miteinander Denken und Diskutieren. Der Existentialismus entsteht in der ersten Hälfte des 20Jh – als philosophische Strömung angesichts der beginnenden Zeit von Diktatur in Europa. Er stellt die Frage nach dem menschlichen Sein auf der Suche nach Freiheit auf der individuellen und gesellschaftlichen Ebene.

Fragen, die uns beschäftigen werden:

– Welche Möglichkeiten gibt es, „Existenz“ zu verstehen?
– Was sind die zeitgeschichtlichen Hintergründe für den Existentialismus?
– Wie lässt sich das Verhältnis von Bindung und Freiheit beschreiben?
– Eine uralte Frage: Was ist Gut? Was ist Böse?
– Was haben Existentialismus und Corona gemeinsam?
– Zur Aktualität des Existentialismus
– Gedanken dazu von ausgewählten Philosophinnen und Philosophen

Hannah Arendt liefert eine gute Zusammenfassung des Anliegens: „Man könnte wohl sagen, daß die lebendige Menschlichkeit eines Menschen in dem Maße abnimmt, in dem er auf das Denken verzichtet.“ (Menschen in finsteren Zeiten, 1989, S.25)

Also, denken wir!

Modulleitung: Almut Krenn und Moritz Stroh


Beitragsfoto: Marionetten am Karlsplatz / Lothar Bodingbauer