Am 18. Oktober 2021 veranstaltet die Österreichische Gesellschaft für Rechtslinguistik (ÖGRL) um 19:00 Uhr einen e-Talk zur Beziehung zwischen Sprache, Recht und (Un)verständlichkeit. Alle Schulangehörigen sind herzlichst eingeladen. Studierenden des Wahlpflichtfaches Sprache und Recht wird der Besuch aufgrund der inhaltlichen Ausrichtung empfohlen.

Hier gehts zum e-Talk (auch zum Nachhören).

 

e-Talk: Sprache, Recht & (Un)Verständlichkeit

Verständlichkeit ist ein zentraler Pfeiler des Rechtsstaates. Nur wer die Sprache im Recht versteht, kann auch danach handeln. Rechtsanwendende und Rechtsunterworfene sind im Alltag gleichermaßen auf eine verständliche Rechtssprache angewiesen. Doch wann sind Bescheide, Anträge, Urteile, Schriftsätze, Rechtsbelehrungen und andere Textsorten verständlich? Was genau macht Verständlichkeit im Rechtsverkehr aus? Welche Rolle kommt der Gesetzgebung, der Vertragsgestaltung und der Unternehmenskommunikation zu? Die Werke Die Datenschutzerklärung: Compliance in klarer und einfacher Sprache (Knotzer/Leisser) und Recht verständlich formuliert. Klartext statt Amtsdeutsch (Dunkl) befassen sich u.a. mit der Herausforderung der (Un)Verständlichkeit in rechtlichen Kontexten aus praktischer Perspektive. Wie lassen sich komplexe rechtliche Inhalte in einer klaren und einfachen Sprache vermitteln? Welche Werkzeuge könnten beim Verfassen oder Überarbeiten von Rechtstexten für Praktiker*innen hilfreich sein? Dieser e-Talk verspricht kein allumfassendes „Rezept für Verständlichkeit“, aber einen spannenden Einblick in die gegenwärtigen Probleme der Sprachverwendung im Recht. Die Österreichische Gesellschaft für Rechtslinguistik (ÖGRL) wurde im Mai 2017 in Wien gegründet und beschäftigt sich im Rahmen der Partizipationsforschung mit den zeitgenössischen Herausforderungen der Rechtssprache.

 

Es diskutieren:

  • Martin Dunkl
  • Aysun Salvatore
  • Daniel Leisser