Der Orion Nebel (M 42)  ist neben der Andromeda Galaxie, dass wohl am meisten fotografierte Objekt am Sternenhimmel. Der Emissionsnebel befindet sich in einer Entfernung von ca. 1 344 ± 20 Lichtjahren. Seine scheinbare Helligkeit liegt bei +4 Magnituden im V-Band. Er ist von der Erde das am nächsten gelegene Sternentstehungsgebiet, mit einem Durchmesser von ca. 24 Lichtjahren. M 42 ist seine Bezeichnung im Messier Katalog, erstellt vom französischen Kometen Entdecker Charles Messier, in den Jahren 1771 bis 1784. Dieser Katalog sollte Verwechslungen mit Kometen verhindern.

Normalerweise werden Astrofotos eine bis mehrere Stunden lang belichtet und mit dem Computer weiterverarbeitet, bis Bilder, ähnlich denen vom Hubble Teleksop dabei herauskommen.

Hier ist ein Schnappschuss mit einer DSLR 200D, bei ISO400 und 30 Sekunden Belichtung an einem 20 cm Newton Teleskop, mit 900 mm Brennweite. Normale Newton Teleskope sind zwar farbrein, daher die Farbe ist jene die Himmelsobjekte auch tatsächlich haben. Leider gibt es aber auch einige Bildfehler wie Koma und Vignettierung (Abschattungen an den Bildecken). Dieses Bild wurde ohne Komakorrektor aufgenommen (Koma bedetuet: die Sterne sehen am Rand wie verzerrte Kometen aus). Nur die Bildmitte wird scharf abgebildet.

Bei längerer Belichtungstzeit ab 60 Sekunden, beginnt die Lichtverschmutzung in Wien sich störend bemerkbar zu Machen. Der Himmelshintergrund wird dabei immer gräulicher. Man darf gespannt sein, was dabei herauskommt, wenn viele einzelne Belichtungen zu einem Gesamtbild addiert werden. Ob man mit Computersoftware die Lichtverschmutzung in de Griff bekommt?

 

Im WPF Astronomie, werden wir uns ausführlich mit dieser Thematik beschäftigen.

vg. B. Wenzel