Gerecht soll es zugehen in der Gesellschaft. Wir meinen damit schnell die „Leistungsgerechtigkeit“: Wer mehr leistet, soll mehr bekommen. Bei genauerem Hinsehen gibt es noch weitere Dimensionen der Gerechtigkeit.

  • Verteilungsgerechtigkeit: Bekommen alle gleich viel? Oben, unten, Männer, Frauen, Alte, Junge. Unterschiedliche Gruppen.
  • Teilnahmegerechtigkeit: Können alle mitmachen? Bei Wahlen, bei Treffen und Veranstaltungen. Bei dem, was uns wichtig ist.
  • Anerkennungsgerechtigkeit: Respekt gegenüber allen. Respektvoll behandelt. Runterschauen, weniger runterschauen. Kommen alle gleich vor – in den Medien, in Vertretungen, kommt jemand gar nicht vor?
  • Chancengerechtigkeit: Gleiche Möglichkeiten und Chancen, gerade bei der Bildung.
  • Bedarfsgerechtigkeit: Was brauchen Leute jetzt wirklich. Um ein gutes Leben zu führen.

Mehr davon erzählt diese Podcast Episode von „Ganz offen gesagt“ über Armut und Sozialneid.

Martin Schenk, Sozialpolitikexperte, stv. Leiter der Diakonie, Aktivist bei der Armutskonferenz und Autor zahlreicher Sachbücher, spricht mit der Journalistin Julia Ortner über Armut in einem reichen Land, über fragwürdige Selbstversuche, Nichtwissen, Nichtverstehen und all die anderen Legenden rund um das Thema Mindestsicherung. Und auch darüber, was man effektiv gegen Armut tun kann.

Wenn Sie das Thema interessiert, der Wikipedia-Artikel zur Gerechtigkeit ist umfassend. Und probieren Sie doch, das Ganze auch auf Forschung und Wissenschaft anzuwenden. Diese Frage wird im September im Physikunterricht der 6A diskutiert, in dem sich das Schwerpunktthema „Werkstoffe der Menschheit“ auch mit der Arbeit und Förderung von von Forscherinnern und Forschern beschäftigt.